Der Silberlöffel (Buchvorstellung)

Den Silberlöffel habe ich schon oft sowohl on- als auch offline empfohlen. Ich selbst habe mir das mehr als 1.400 Seiten dicke Ding zum 40. Geburtstag schenken lassen. Seither ist es die Quelle meiner erste Wahl, wenn ich Rezepte nachschlagen oder etwas Neues in der Küche ausprobieren möchte.

Der Silberlöffel – Bibel der italienischen Küche

Der Silberlöffel ist – im Original natürlich – eines der wohl wichtigsten Kochbücher Italiens. Ich vergleiche es gerne mit dem Bayerischen Kochbuch, welches in einem süddeutschen Haushalt einfach zum Inventar gehört. Nur letzteres sieht bei mir noch abgegriffener aus.

Die Vielfalt an Rezepten im Silberlöffel ist nur mit wenig anderen Kochbüchern vergleichbar. Es bietet einen großen Rundumschlag durch die verschiedenen italienischen Küchen. Es bietet – wie das genannten bayerische Pendant – eine Menge Grundrezepte, die im Verlauf immer wieder neu variiert, kombiniert und eingebunden werden. So werden selbst Pesto, Pasta oder Soßen nie langweilig.

Nie gehen die Ideen aus

Neben den Rezepten, die selbstverständlich im Mittelpunkt des Silberlöffels stehen, gibt es viele Tipps zur Küchenausstattung und zum Gelingen einzelner Gerichte. Hintergrundwissen zur italienischen Küche gibt es ebenso. Wer als mehr über die Esskultur Italiens kennen lernen möchte, ist im Silberlöffel auch ganz gut aufgehoben. Trotzdem stehen tatsächlich die Rezepte im Vordergrund.

Die Rezepte sind in der Regel – trotz kleinerer (vermutlicher) Übersetzungsschwächen gut und einfach beschrieben. Sowohl für Anfänger als auch erfahreneren (Hobby-)Köchen bietet der Silberlöffel viel Material und Anregung. Für diejenigen, die sich mit der Bewirtungsplanung schwer tun, sind am Ende des Buchs mehrere Menü-Vorschläge von Kochprofis zusammengestellt worden.

Mein Fazit

Mein persönliches Fazit: Den Silberlöffel gebe ich nicht mehr her. Ich empfehle ihn auch immer wieder gerne weiter. Und verschenkt wird er von mir auch weiterhin. Bisher hat sich auch noch niemand über das Geschenk oder die Empfehlung beklagt.

Einige Rezepte gehören zwischenzeitlich zum Alltags-Repertoire. Meine große Tochter (derzeit 9) sucht sich sogar ab und zu selbst Rezepte heraus, die wir ausprobieren und nachkochen müssen. Wir sitzen dann lange im Wohnzimmer zusammen und sehen uns das Buch miteinander an. Das „dicke Ding“ ist also durchaus etwas für die ganze Familie.